1831

bis 1836: Der Verleger Hermann Härtel läßt durch Waldemar Hermann das "Römische Haus" in Leipzig errichten. Nach dem Vorbild der Casa Bartholdy und des Casino Massimo werden Fresko-Aufträge an Friedrich Preller und B. Genelli vergeben (letzterem wird 1834 gekündigt).

(3. Jan.) Franz Riepenhausen in Rom gestorben.

(Jahresanf.) Unruhen in Rom gegen die weltliche Herrschaft des Papstes. Sie werden mit Hilfe österreichischer Truppen unterdrückt.

(21. 4.) Abschiedsfest für Peter Cornelius in der Villa Albani.

(Juli bis Nov.) Overbeck reist durch Deutschland: über München, wo er triumphal empfangen wird, nach Heidelberg Frankfurt, Köln u. a.; dann nach Zürich. Am 20. 9. wählt ihn die Accademia di San Luca in Abwesenheit zum Professore di merito.

(Herbst) bis Febr. 1832: Der Wiener Maler Friedrich Amerling in Rom.

 

1832

bis 1834: Zweiter Romaufenthalt Ludwig Schwanthalers.

bis 1842: J. A. Ramboux reist erneut durch Italien. Er kopiert und paust planmäßig Denkmäler der altitalienischen Malerei.

bis 1835: Der Bildhauer Ernst Julius Hähnel aus Dresden (1811-1891) in Rom.

bis 1849- Vasaris "Leben der ausgezeichneten Maler, Bildhauer und Baumeister", das wichtigste biographische Quellenwerk der Renaissance, erscheint in deutscher Übersetzung bei Cotta, herausgegeben von Ludwig Schorn und Ernst Förster.

bis 1836: Philipp Veit malt für das Städelsche Kunstinstitut, dem er als Direktor vorsteht, das dreiteilige Fresko "Die Einführung der Künste in Deutschland durch das Christentum" mit den Seitenbildern "Italia" und "Germania".

(22. März) Goethe in Weimar gestorben.

(April) bis Juli 1835: Der Hamburger Maler Friedrich Wasmann (1805-1886) hält sich in Rom auf. Malt viele Bildnisse.

(Sommer) Ferdinand Pettrich verläßt Rom und übersiedelt nach Washington. (Juli) Der Maler Friedrich August Elsasser, ein Schüler Karl Blechens, läßt sich in Rom nieder, wo er im Sept. 1845 stirbt.

(Dez.) bis Mai 1833: Der Berliner Maler Eduard Daege hält sich in Rom auf.

 

1833

Overbeck beginnt im Auftrag des Städelschen Kunstinstituts in Frankfurt/M. das Monumentalbild "Triumph der Religion in den Künsten". Das Gemälde, eine abgekürzte Darstellung der Geschichte der christlichen Kunst, wird 1840 vollendet.

(Mai) bis Mai 1835: Dritter Romaufenthalt von Peter Cornelius.

(Okt.) bis Okt. 1835: Der Maler Adolf Henning aus Berlin in Rom.

(Herbst) bis Nov. 1835: Der Schnorr-Schüler Viktor Emil Janssen aus Hamburg (1807-1845) in Rom.

 

1834

Gustav Nicolai in Berlin veröffentlicht "Italien, wie es wirklich ist als Warnungsstimme für alle, welche sich dahin sehnen". Das Buch wird mit scharfer Kritik bedacht.

(3. Juni) Stiftung der "Sammlung von Bildnissen deutscher Künstler in Rom": die schon gefestigte Tradition dieser Bildnissammlung (in Zeichnungen) wird statutenmäßig festgehalten.

Joseph Anton Koch läßt in Karlsruhe seine satirische Streitschrift "Moderne Kunstchronik. Briefe zweier Freunde in Rom und der Tartarei über das moderne Kunstleben und Treiben; oder die Rumfordische Suppe" erscheinen.

 

1835

Carl Gustav Carus veröffentlicht "Reise durch Deutschland, Italien und die Schweiz".

Stichreproduktionen von Fresken der Casa Bartholdy und des Casino Massimo erscheinen in "L'ape italiana delle belle arti".

(8. April) Wilhelm von Humboldt gestorben.

(Mai bis Sept.) Moritz von Schwind (1804-1871) in Rom.

(Okt.) Friedrich Nerly reist von Rom ab und zieht nach Oberitalien. Von 1837 ab lebt er bis zu seinem Tode in Venedig.

 
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